Halbleiter aus organischen Materialien, z.B. für Leuchtdioden (OLEDs) und Solarzellen, könnten in Zukunft siliziumbasierte Elektronik ersetzen oder ergänzen. Die Effizienz solcher Bauelemente hängt entscheidend von der Qualität der dünnen Halbleiter-Schichten Halbleiter ab. Diese werden durch Beschichten oder Bedrucken mit "Tinten" erzeugt, die das Material enthalten. Forschende am Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) haben ein Computermodell entwickelt, das die Qualität in Abhängigkeit von der Verarbeitung, wie der Trocknungszeit oder der Beschichtungsgeschwindigkeit, vorhersagt. Dieses Modell soll die zeitaufwendigen Ansätze zur Prozess- und Produktoptimierung beschle...
Spontane Mutationen eines einzigen Gens können vermutlich gravierende Entwicklungsstörungen der Ausscheidungsorgane und Genitalien hervorrufen. Das zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Universität Bonn, die in der Fachzeitschrift „Frontiers in Cell and Developmental Biology“ veröffentlicht wird. Die Wissenschaftler verdanken ihre Erkenntnisse auch einem ungewöhnlichen Modell-Organismus: dem Zebrafisch.

Eines von 10.000 Neugeborenen kommt mit Fehlbildungen von Blase, Darm oder Genitalien auf die Welt. Diese Symptome sind Teil des so genannten Blasenekstrophie-Epispadie-Komplexes, abgekürzt BEEC. Da die Störung familiär gehäuft auftritt, nimmt man eine genetis...
Seit Anfang 2020 koordiniert das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT das von EIT Health geförderte Projekt »R2U-Tox-Assay: Ready-to-use Toxicity Screening Assay based on iPS-Technologies«. Ziel hierbei ist es, innovative Toxizitätsassays für die Wirkstoffforschung zu entwickeln, die auf humanen Zellsystemen basieren. Dadurch sollen in präklinischen Phasen unerwünschte Nebenwirkungen von Wirkstoffkandidaten besser vorhergesagt sowie Tierversuche in der Pharmazieforschung reduziert werden.

Leider gehören in pharmazeutischen Studien oft Nebenwirkungen von Wirkstoffen zum Alltag. Als Folge können schwerwiegende Komplikationen in täglichen klinischen Routinen en...
Wissenschaftler versuchen verstärkt, das körpereigene Immunsystem zum Kampf gegen Krebs zu nutzen. Eine neue Studie der Universität Bonn sowie von Forschungseinrichtungen in Australien und der Schweiz zeigt nun, mit welchen Strategien Tumorzellen dieser Attacke entgehen. Die für die Arbeit entwickelte Methode trägt zu einem besseren Verständnis des „Wettrüstens“ zwischen Immunabwehr und Krankheit bei. Die Ergebnisse könnten helfen, moderne Therapieansätze zu verbessern.

Krebszellen unterscheiden sich von gesunden Körperzellen – durch ihr Aussehen, durch ihr Verhalten, durch die Gene, die in ihnen aktiv sind. Oft bleibt das nicht unbemerkt: Das Immunsystem registriert, ...
Als es vor etwa 40 Jahren erstmals gelang, ein einzelnes gefangenes Atom zu fotografieren, war dies ein Meilenstein der Quantenforschung. Dieser Durchbruch wurde damals möglich, weil das Atom mit elektrischen Feldern im luftleeren Raum festgehalten wurde – fern von Oberflächen, deren Streulicht die Kamera blenden könnte.

Wissenschaftlern der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und der Technischen Universität Wien ist es nun erstmals gelungen, Fotos von einzelnen Atomen zu schießen, die weniger als einen Tausendstel Millimeter über einer lichtleitenden Glasfaser schweben. Dies erlaubt, im Labor Effekte wie die Absorption und Aussendung von Licht viel kontrollierter als bisher ...
Viren sind winzig. Mit bloßem Auge kann man sie nicht sehen und selbst für viele Mikroskope sind sie zu klein. Das macht es schwer, die momentane Bedrohung durch COVID-19 und seinem Erreger, den Coronavirus SARS-CoV-2, zu erkennen. Die internationale Corona Structural Task Force um die Wissenschaftlerin Dr. Andrea Thorn am Rudolf-Virchow-Zentrum der Universität Würzburg hat deswegen nun ein 3D-Modell des neuen Coronavirus entwickelt, das man sogar in die Hand nehmen kann. Das Modell ist 17 cm groß und kann mit einem normalen 3D Drucker gedruckt werden. Die Forscherinnen und Forscher entschlüsseln den molekularen Aufbau des neuen Coronavirus und analysieren die Anordnung der einzelnen A...
An der Hochschule Karlsruhe wurde ein On-Chip-Spektrometer entwickelt, das mit organischen Lasern arbeitet. Die Forscher entwickelten ein optofluidisches On-Chip-Absorptionsspektrometer, das die spezifischen Eigenschaften von organischen DFB-Lasern nutzt. Dadurch konnte der Aufbau erheblich vereinfacht werden, so dass nun keine kosten- oder raumintensiven Bauteile wie Strahlteiler, Lichtleiter oder optische Filterelemente mehr notwendig sind. Der Aufbau wird dadurch nicht nur einfacher, sondern auch erheblich kleiner.
Die TLB GmbH unterstützt die Forscher bei der Suche nach einem Kooperations- oder Projektpartner. Ideal wäre ein Projektpartner mit einem konkreten Entwicklungsziel.
Foraminiferen sind ökologisch sehr erfolgreich und besiedeln seit Jahrmillionen den Meeresboden. LMU-Geobiologen haben nun gefunden, dass einige Arten in sauerstofffreien Sedimenten nicht nur überleben können, sondern sogar besonders gut gedeihen.

Foraminiferen sind einzellige, meist schalentragende Lebewesen, die vor allem den Meeresboden besiedeln. Die sehr artenreiche Gruppe ist fossil seit dem Kambrium nachgewiesen, existiert also seit mindestens 560 Millionen Jahren. Ihre Schalen bleiben oft gut erhalten, deshalb werden sie für einige Erdzeitalter als Leitfossilien für die Altersbestimmung von Gesteinsschichten verwendet. Foraminiferen haben ökologisch große Bedeutung – ...
Wollen sich Krankheitserreger Zutritt zu Körperzellen verschaffen, benötigen sie einen Schlüssel in Gestalt eines exakt passenden Proteins. Nicht so der Malariaparasit Plasmodium, wie Wissenschaftler um Professor Dr. Friedrich Frischknecht vom Zentrum für Infektiologie, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg, nun herausgefunden und im Online-Magazin „eLife“ veröffentlicht haben. Das Protein TRAP verschafft dem Parasiten selbst dann Zutritt zu verschiedenen Zelltypen seiner Wirte, wenn es von den Forschern verändert zusammengesetzt wurde. „Die exakte Passform ist offensichtlich nicht entscheidend: Es erfüllt eher die Funktion eines molekularen Dietrichs. Dami...
Für die Menschen zählen Spinnen eher zu den unliebsamen Vertretern der heimischen Fauna. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und des Fraunhofer Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie (Fraunhofer IME-BR) dagegen stellen den achtbeinigen Tieren derzeit mit großem Engagement nach. Ihr Interesse gilt den Giften der Spinnen, die vielversprechende Komponenten für eine Weiterentwicklung in Richtung von Pharmazeutika oder Bioinsektiziden beinhalten könnten.
Die Entdeckung von Biomolekülen aus dem Gift der einheimischen Wespenspinne hat das Forschungsteam kürzlich unter dem Titel An Economic Dilemma between Molecular Weapo...
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