Mithilfe eines Bluttests hat ein deutsch-niederländisches Forschungsteam das Alzheimer-Risiko von Menschen prognostiziert, die laut klinischer Diagnose nicht an Alzheimer litten, aber sich selbst als kognitiv beeinträchtigt empfanden (Subjective Cognitive Declined, SCD). Die Forscherinnen und Forscher analysierten Blutproben einer SCD-Kohorte, die an der Amsterdamer Universitätsklinik begleitet wird. Mit einem an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) entwickelten Test, dem Immuno-Infrarot-Sensor, identifizierten sie bei Studieneintritt alle 22 Probandinnen und Probanden, die sechs Jahre später an Alzheimer oder einer Vorstufe, dem Mild Cognitive Impairment, erkrankten. Der Test zeigte auch,...
Die Suche nach wirksamen antiviralen Mitteln gegen das neue Coronavirus läuft auf Hochtouren. Mit einem neuartigen Ansatz haben Tübinger Bioinformatiker nun eine Schwachstelle des Virus entdeckt, die für die Wirkstoffentwicklung genutzt werden könnte. In einem Computermodell identifizierte der DZIF-Wissenschaftler Andreas Dräger und sein Team ein menschliches Enzym, das für das Virus entscheidend ist. Wurde es im Modell ausgeschaltet, konnte sich das Virus nicht mehr vermehren.

„Wenn wir das Enzym – die Guanylatkinase 1 – ausschalteten, wurde die Virusvermehrung gestoppt, ohne die Wirtszelle zu beeinträchtigen“, bringt Dr. Andreas Dräger das Ergebnis auf den Punkt. Mit...
Mit ultrakurzen Röntgenblitzen hat ein interdisziplinäres Forscherteam extrem schnell explodierende Wasserstrahlen abgelichtet. Ziel der Versuche am Europäischen Röntgenlaser European XFEL war, sehr kleinräumige und sehr kurze Prozesse per Röntgenholographie zu untersuchen. „Als Beispiel für so einen Prozess haben wir einen feinen Wasserstrahl gewählt, der von einem Infrarot-Laser an einer Stelle zum Explodieren gebracht wird“, sagt DESY-Forscher Johannes Hagemann, Hauptautor der Studie, die in der Januar-Ausgabe des Fachblatts „Journal of Synchrotron Radiation“ erschienen ist.

„Um solche Prozesse aufzunehmen, muss das Blitzlicht deutlich kürzer sein als der Prozess...
Ob in Beta-Blockern zur Behandlung von Bluthochdruck oder in Naturprodukten: Vizinale Amino-Alkohole sind hochwertige organische Verbindungen, die in vielen alltäglichen Produkten vorkommen. Ihre Herstellung ist jedoch schwierig. Seit langem versuchen Chemiker, effiziente Methoden ihrer Synthese zu entwickeln. Wissenschaftler um Prof. Dr. Frank Glorius von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster haben in ihrer kürzlich in der Fachzeitschrift "Nature Catalysis" veröffentlichten Studie jetzt eine Lösung für die Herstellung einer speziellen Variante der Amino-Alkohole gefunden. „Diese neue Methode hilft, die Eigenschaften des Stoffes zu untersuchen und in naher Zukunft An...
Aufgrund der Verlängerung der Harmonisierungsfrist der DIN EN ISO/IEC 17025:2005 durch die EU-Kommission auf den 30. Juni 2021 haben sich DKD und DAkkS auf eine Verlängerung der Frist zur Rückübertragung des technischen DAkkS-DKD-Regelwerks sowie der Nutzung des DKD Symbols in Kalibrierscheinen entsprechend den Regelungen des Dokuments DAkkS-DKD-5 verständigt.

Das Datum der Zurückziehung der Dokumente DAkkS-DKD-5 und DAkkS-DKD-5-MB sowie der von der DAkkS veröffentlichten DAkkS-DKD-Regeln und Leitfäden ist dementsprechend auf den 30. Juni 2021 verlegt worden.

Kalibrierlaboratorien, die auf Grundlage der DIN EN ISO/IEC 17025:2005 auch nach dem 31. Dezember 2020 akkrediti...
Die fein regulierte Proteinproduktion der Zelle findet an den Ribosomen statt. Welche Regulatoren steuern diese Abläufe in bestimmten Geweben und auf welche Weise? Das hat jetzt ein Forschungsteam der Charité – Universitätsmedizin Berlin anhand der detaillierten Struktur des Ribosomenkomplexes untersucht. Auf diese Weise konnte das Team einen neuen Regulationsfaktor für die Entwicklung des Gehirns identifizieren, wie jetzt im Fachmagazin Molecular Cell* beschrieben ist.

Eine fein ausbalancierte Herstellung von Proteinen – die sogenannte Proteostase – ist vor allem für Nervenzellen von großer Bedeutung. Eine irreguläre Proteinproduktion ist daher ein Kennzeichen vieler Erk...
Im Vergleich zur Erstbesiedlung Polynesiens hat die Besiedlung der Marianen im Westpazifik vor etwa 3.500 Jahren bisher nur wenig Beachtung gefunden. Forschende des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, der Australian National University und der University of Guam gingen nun Fragen zur Herkunft der ersten Besiedler der Marianeninseln und deren Verwandtschaft zu den Erstbesiedlern Polynesiens nach.

Um die Marianen im Westpazifik zu erreichen, überquerten Menschen mehr als 2.000 Kilometer offenen Ozean, rund 2.000 Jahre früher als andere Seereisen über ähnlich lange Distanzen stattgefunden haben. Die Besiedlung der Marianen vor etwa 3.500 Jahren erfolgte ...
Die „molekularen Kleber“ bezeichnen eine neue Klasse von potenziellen Krebsmedikamenten. Sie verbinden ein wachstumsförderndes Protein mit dem Entsorgungssystem der Zelle, sodass der Krebstreiber beseitigt werden kann. Wissenschaftler aus Heidelberg und den USA haben nun einen weiteren Mechanismus eines solchen „molekularen Klebers“ entschlüsselt. Das neuartige Wirkstoffmolekül bindet hierbei an das Protein BCL6, das bei der Entstehung von Lymphdrüsenkrebs eine entscheidende Rolle spielt. Bevor das Protein durch das Entsorgungssystem der Zelle abgebaut wird, verklebt die neue Substanz BCL6-Moleküle zu langen Ketten. Die Forschungsergebnisse eröffnen neue Wege in der Wirkstoffen...
Die Gruppe der Metallhalogenid-Perowskite hat als Werkstoffe in den letzten Jahren den Bereich der Photovoltaik revolutioniert. Metallhalogenid-Perowskite sind grob gesagt kristalline Strukturen, die zwar sehr variabel zusammengesetzt sind, aber trotzdem eine sehr ähnliche Kristallstruktur (nämlich ABX3) aufweisen. Hierbei können A, B und X eine Kombination verschiedener organischer und anorganischer Ionen darstellen. Diese Materialien weisen eine Reihe von Eigenschaften auf, die sich ideal für die Anwendung in Solarzellen eignen und dazu beitragen könnten, optische Bauteile wie Laser, Leuchtdioden (LEDs) oder Photodetektoren wesentlich effizienter zu machen. Mit Blick auf eine ressourc...
Die lebenden Zellen aller Organismen enthalten ein Zytoskelett, das ihre innere Struktur und ihre äußere Form stabilisiert. Dies gilt auch für magnetotaktische Bakterien. Sie erzeugen magnetische Nanopartikel, die sich in ihrem Inneren kettenförmig aneinanderreihen und ihnen eine Orientierung am Erdmagnetfeld ermöglichen. Mikrobiologen der Universität Bayreuth haben jetzt im Zytoskelett dieser Bakterien ein Protein entdeckt, das bei diesen Strukturierungsvorgängen eine zentrale Rolle spielt: Das Protein CcfM beeinflusst sowohl die Entstehung der zellulären „Kompassnadeln“ als auch die schraubenförmige Gestalt der Bakterien. In der Zeitschrift PNAS stellen die Forscher ihre Entde...
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